Ein Vorwort
Deutsche Sprache - Unworte des Jahres
Wir gehen mit unserer Sprache leider nicht sonderlich pfleglich um. Besonders öffentliche Institutionen, Politiker, führende Personen aus Wirtschaft, Funktionäre u.s.w. tragen durch die Wahl ihrer Worte in einem beängstigendem Mass dazu bei, dass die Deutsche Sprache verflacht und pervertiert. Sprachliche Entgleisungen sind an der Tagesordnung. Die Gesellschaft für Deutsche Sprache "prämiert" seit 1978 derartige Entgleisungen bereits seit über 30 Jahren. Mit meiner Übersicht möchte ich Ihnen die schlimmsten "Fälle" vorstellen.
Der sprachliche Jahresrückblick »Wort des Jahres« wurde zum erstenmal 1972 veröffentlicht und wird seit 1978 im Sprachdienst, herausgegeben von der Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden), regelmäßig publiziert. Ausgewählt werden Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen (»verbale Leitfossilien« eines Jahres). Es geht nicht um Worthäufigkeiten. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung bzw. Empfehlung verbunden.
Vorab wird jeweils im Dezember von einer Fachjury die Auswahl der Spitzenwörter vorgenommen und der Presse vorgestellt. (Die Jury besteht aus dem Hauptvorstand der Gesellschaft für deutsche Sprache und den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern der GfdS.)
| Weiter > |
|---|
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 09:57 Uhr