Fehdehandschuh hinwerfen

Die Redensart geht auf den alten Brauch zurück, nach dem sich Ritter zum Zeichen der Herausforderung zum Kampf einen Handschuh vor die Füße warfen, was als Sinnbild des Schlages galt, den auszuführen nach der ritterlichen Sitte verboten war. Friedrich von Schiller wendet die Redensart in seinem Wilhelm Tell an, wo es heißt:

Und ständet ihr nicht hier in Kaisers Namen,
Den ich verehre, selbst wo man ihn schändet,
Den Handschuh würf' ich vor euch hin,
ihr solltet nach titterlichem Brauch mir Antwort geben.

In neuerer Zeit wird gewöhnlich den Handschuh aufzunehmen oder den Handschuh auszuheben verwendet. Das Aufnehmen des Handschuh spielt auch in Schillers Gedicht Der Handschuh eine Rolle.