Ballhorn. Etwas verballhornen.

Wer etwas verballhornt, tut da in der Absicht, eine Sache lächerlich zu machen. Die Redewendung geht zurück auf den Buchdrucker Johann Ballhorn, der im 16. Jahrhundert in Lübeck wirkte und wurde zunächst nur aus Erzeugnisse der Buchdruckerkunst angewendet. Von Johann Balllhorn und seinem Vater, Johann Ballhorn dem Älteren (gest. 1573), sind über 220 Drucke nachzuweisen oder erhalten, darunter auch Werke korrigierender Natur. Darunter auch eine Art Kommentar zu dem lübischen Gesetzbuch, in dem sich die Ballhorns kritisch mit der damaligen Gesetzgebung auseinandersetzten und die Schriften teilweise ins Lächerliche zogen.