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Honorare

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Ein viel und heftig, bisweilen auch kontrovers diskutiertes Thema. In den Journalistenforen im Internet taucht regelmäßig die Frage auf, wieviel Geld der Verfasser eines Artikels für seine Arbeit verlangen kann. Es gibt hierzu zwei Richtschnüre. Zum einen die Honorarempfehlungen des Deutschen Journalisten Verbandes DJV (siehe Liste weiter unten auf dieser Seite) und die Empfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Freie Journalisten. Die Honorarempfehlungen der Mittelstandgemeinschaft liegen etwas höher als die des DJV. Wohl gemerkt, es handelt sich um Empfehlungen, nicht um verbindliche Vorgaben, an die sich Redaktionen halten müssen. Besonders kleine Verlage zahlen deutlich weniger. Bei Honoraren für Textbeiträge erfolgt die Berechnung nach Anzahl der Druckzeilen der Beiträge. Dabei gilt als Normzeile die Druckzeile mit 34-40 Buchstaben. Hat eine Druckzeile mehr als 40 oder weniger als 34 Buchstaben, so ist der Honorarsatz nach der Formel Buchstaben der Druckzeile x Honorarsatz für Normalzeile geteilt durch 37 zu berechnen. Die derzeit (2007) gültigen Honorarempfehlungen bei Tageszeitungen lauten:

Für Nachrichten und Berichte:

Auflage bis 10.000 bis 25.000 bis 50.000 bis 100.000 bis 150.000 bis 200.000 mehr als 200.000
Erstdruckrecht 64 Cent 67 Cent 81 Cent 98 Cent 113 Cent 129 Cent 146 Cent
Zweitdruckrecht 48 Cent 51 Cent 59 Cent 72 Cent 104 Cent 104 Cent 116 Cent
 

Für Reportagen, Gerichtsberichte, Spitzen, Glossen, unterhaltende Aufsätze:

Auflage bis 10.000 bis 25.000 bis 50.000 bis 100.000 bis 150.000 bis 200.000 mehr als 200.000
Erstdruckrecht 75 Cent 79 Cent 101 Cent 120 Cent 136 Cent 155 Cent 174 Cent
Zweitdruckrecht 56 Cent 60 Cent 77 Cent 91 Cent 109 Cent 124 Cent 140 Cent
 

 

In Empfehlungen heißt es oft, dass Honorare für Kommentare, Leitartikel, Interviews, fachliche und wissenschaftliche Beiträge, Kunstkritiken, Essays und für Alleinveröffentlichungsrechte freier Vereinbarung unterliegen und angemessen über den Sätzen laut Tabelle liegen müssen.

Nach meinen Erfahrungen ist der Passus jedoch Makulatur. Allenfalls bei den überregionalen, großen Blättern lassen sich mit entsprechendem Verhandlungsgeschick derartige Honorare erzielen.

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass sich generell bessere Honorare durchsetzen lassen, wenn man für für die jeweilige Zeitung regelmäßig schreibt und dabei natürlich gute Arbeit abliefert. Versetzen Sie sich einfach in die Lage des Redakteurs. Der will sein Blatt mit Qualität füllen und hat wenig Lust, Beiträge von Freien großartig zu redigieren, auf Tippfehler zu prüfen etc.

Wenn der Redakteur weiß, dass Sie Top-Qualität abliefern, bei der die Nachbearbeitung weitgehend entfällt, ist er wahrscheinlich bereit, ein paar Cent mehr zu zahlen.

Ebenso wichtig: Die oben genannten Honorare beziehen sich auf Tageszeitungen!

Zu Honoraren für Beiträge in Zeitschriften, Fachmagazinen u.ä. lassen sich kaum allgemeinverbindliche Angaben machen. Hier werden normalerweise Seitenpreise ausgehandelt. Diese schwanken stark. Eine kleine Zeitschrift im Hobby-Bereich (etwa Modellbau, spezielle Sportarten) wird nur selten mehr als 100 Euro pro Seite zahlen. Bei ambitionierten Fachzeitschriften oder bei großen Wochen- bzw. Monatszeitschriften, die sich an ein mehr oder weniger breites Publikum wenden, können es auch 500 Euro und mehr sein. Diese (großen) Blätter arbeiten jedoch nur selten mit Freien zusammen bzw. haben ihren festen Autorenstamm. Es ist extrem schwierig, in diese Phalanx einzubrechen.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 25 November 2008 )
 
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