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Irrtümer aus der Tierwelt
Strauße stecken ihren Kopf bei Gefahr in den Sand

Auf den flüchtigen Blick aus der Entfernung mag das so aussehen, stimmt aber nicht.  Mit dem Kopf im Sand könnte der Vogel ncht mehr atmen! Macht wenig Sinn, oder?  Er legt seinen Kopf AUF den, möglicherweise sandigen Boden, um so Erschütterungen und Vibrationen besser wahrnehmen zu können. Meint er, eine Gefahr wahrzunehmen, haut er ab.  Und zwar mit bis zu 80 km/h. Das ist zwar ziemlich schnell, aber Geparde können über diese Geschwindigkeit nur müde lächeln.  Warum, erfahren Sie bei Auftrag.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Wale blasen Wasserfontainen in die Luft

Wale sind Säugetiere, atmen also durch die Luft. Aber Wale tauchen auch sehr tief im Wasser.  Wenn bei diesen Tauchvorgängen die Luft im Wal gut aufgewärmt ist und das Tier - etwa in der kalten Luft der Arktis - wieder auftaucht und ausatmet, kondensiert  der Atem, sobald er mit der kalten Luft der Umgebung in Berührung kommt. Es  sieht also nur so aus. Gute Journalisten gehen den Dingen auf den Grund!

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Tausendfüßler besitzen 1000 Füße

Auf keinen Fall. Ein einige Arten verfügen aber über ca. 200 Beinpaare = 400 Füße.  Völlig überzogen ist der Begriff also nicht. Man sollte nur nachzählen und sich nicht mit (ungeprüften) Zahlenangaben angeben. Im Übrigen: Diese Tiere werden meist nur mit drei bis vier Beinpaaren geboren. Der Rest wächst zu, wenn sie sich häuten.  Mal als Anregung für  die  Skateboardhersteller: Baut ein Skateboard für Tausendfüßler! Das wird zwar nie gelingen und ist wirschaftlich auch kaum sinnvoll, aber es wäre immerhin eine technische Herausforderung!

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Drei Stiche einer Hornisse sind für den Menschen tödlich

Die Stiche einer Hornisse sind grundsätzlich nicht gefährlicher, als die Stiche von Bienen oder Wespen. Weh tut ein solcher Stich auch, egal ob er durch Biene, Wespe oder Hornisse verursacht wurde. Die alte Volksweisheit, dass "drei Hornissenstiche einen Menschen, sieben  sogar ein Pferd töten können" , ist ausgemachter Unsinn.  Vermutlich ist dieser Irrtum entstanden, weil Hornissen so groß sind, deutlich größer als Bienen und Wespen.  Sie sehen halt bedrohlich aus.  Aber es gibt kaum seriöse, wissenschaftlich  fundierte Berichte, nach denen Hornissen einen Menschen gestochen haben. Im Allgemeinen sind diese Tiere nicht agressiv und stechen nur sehr selten zu. 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Mäuse sind die kleinsten Säugetiere

Man ist leicht geneigt, dies zu glauben. Schließlich bringt es so eine Hausmaus oder auch eine Haselmaus auf gerade mal  drei bis vier cm Köperlänge (ohne Schwanz). Es gibt aber noch die Etruskerspitzmaus. Also doch eine Maus? Nein! Die Etruskerspitzmaus sieht zwar aus wie eine Maus, ist aber noch nicht mal ein Nagetier.  Das possierliche Kerlchen gehört zur Familie der Insektenfresser, genauso wie die Igel und Maulwürfe.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Löwen sind die Könige des Dschungels

Und auch nicht der Wüste. Löwen leben in der Savanne.  In den Dschungel trauen sie sich nicht, weil  dort die Lage zu unübersichtlich ist, denn auch die Redensart "mutig wie ein Löwe" entbehrt jeder sachlichen Grundlage.  Löwen sind faule Pragmatiker. Sie greifen nur an, wenn das Opfer eindeutig schwächer ist.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
Panther sind eine schwarze Raubkatzenart

Panther sind Leoparden. Manche haben helles  (wie der Schneeleopard), manche schwarzes Fell, wie der Panther. Die Farbe des Fells ist  übrigens genetisch verankert. Eine gescheckte Leopardin kann durchaus schwarze und andersfarbige Junge in einem Wurf gebären.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Dromedare und Kamele speichern Wasser im Höcker

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Selbst wenn sie es könnten, langte ein solcher Vorratsbehälter kaum für längere Zeit. In den Höckern speichern diese Tiere Fett, welches ihnen ermöglicht, fast einen Monat ohne Nahrung auszukommen.  Wasser wird im Magen gespeichert.  Und dann haben diese Viecher noch einen genialen Trick.  Während uns Menschen schon der Schweiß von der Stirn tropft, fangen Kamele erst an zu schwitzen, wenn die Körpertemperatur ca. 40 Grad Celsius übersteigt. Das hemmt die Dehydration. 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
Wölfe heulen den Mond an

Das mag so aussehen, wenn denn der Mond scheint. Wölfe heulen, um ihr Rudel zusammenzutrommeln oder ihr Revier gegen Eindringlinge warnend zu verteidigen. Dabei recken sie ihren Kopf nach oben, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung ihrer Laute zu erreichen. Auch, wenn der Mond nicht scheint.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
Eisbären fressen Pinguine

Nur  hypothetisch! Eisbären leben nur in den nördlichen Polargebieten, Pinguine dagegen nur  rund um den Südpol.  In freier Wildbahn werden sich die Tiere nie begegnen.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
Alle Katzen sind wasserscheu

Das trifft nur auf die meisten Hauskatzen zu. Der Grund: Hauskatzen stammen meist ursprünglich von der afrikanischen Falbkatze ab, die in der sehr trockenen Savanne lebte, oder von der ägyptischen Katze, die teils in der Wüste lebte.
Die meisten Raubkatzen mögen dagegen Wasser. Tiger baden gerne und jagen sogar im Wasser.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Gämsen haben einen Gamsbart

Was der Jäger gerne stolz am Hut trägt, stammt tatsächlich von der Gämse. Indes wächst dieser "Bart" nicht an Kinn oder  Hals, sondern auf dem Rücken der Tiere. Hier fällt er jedoch nicht so prächtig auf, wie am Hut des Jägers, was daran liegt, dass die Gamsbärte für Hüte aus den "Bärten" mehrerer Tiere hergestellt werden.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
Katzen trinken gerne Milch

Kaum eine Katze trinkt freiwillig Milch. Das hat Mutter Natur weise so eingerichtet, denn Milch verursacht bei Katzen in der Regel Durchfall. Miezen trinken am liebsten Wasser.  Aber es gibt wohl  auch Ausnahmen.  Lucy, einer meiner Stubtentiger  (die beiden anderen sind  Karlchen und Billy und was  die Trinkgewohnheiten  angeht völlig normal), Lucy ist ganz versessen auf Bohnenkaffee. Zum Glück bin ich überwiegend Teetrinker  und muß nicht  jeden Morgen höllisch auf meine Tasse aufpassen.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17 Mai 2008 )
 
Nilpferde leben am Nil

Vor 200 Jahren vielleicht. Um 1800 wurden sie dort ausgerottet. Sie existieren allenfalls noch in unserem Wortschatz und sind, streng genommen, auch dort fehl am Platz. Es handelt sich um Flusspferde, die auch keine Pferdeart sind, sondern zum Familie der Paarhufer gehören und mit den Schweinen verwandt sind.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Mai 2008 )
 
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