Wie finde ich ein Thema, das Redaktionen interessieren könnte?

Interessieren Sie sich wirklich ernsthaft für den Beruf des Journalisten? Diese Frage sei gestattet, wenn Sie diesen Menüpunkt angeklickt haben. Themen gibt es wie Sand  am Meer. Sie zu finden, erfordert Phantasie und Ideenreichtum. Eigenschaften, die für (gute) Journalisten unverzichtbar sind! Wegen der Vielschichtigkeit der Thematik kann ich Ihnen natürlich keine speziellen Tipps geben. Aber vielleicht ein paar Hinweise. Gehen Sie mit offenen Augen das Leben. Hinterfragen Sie die Situationen des ganz normalen Alltags. Legen Sie sich eine Datenbank an, in der Sie historische Ereignisse festhalten. Was immer sich zum 25. 50. 100. oder auch zum 350. Mal jährt, ist immer ein Thema wert. Achten Sie dabei jedoch auf die jeweilige Region. Natürlich ist der hundertste Todestag eines berühmten Komponisten oder Malers für viele Redaktionen interessant. Anders sieht es bei Persönlichkeiten regionaler Bedeutung aus. Wenn diese Persönlichkeit zum Beispiel aus dem Teutoburger Wald stammt oder in der Gegend gestorben ist, empfiehlt sich ein Themenvorschlag für die Westfälische Rundschau oder die Neue Osnabrücker Zeitung.
Auch ganz profane Dinge können einen Themenvorschlag wert sein. Dazu eine Datenbank aufzubauen, ist natürlich eine langwierige und zeitintensive Angelegenheit. Sie erfordert viel Fleiß und Energie. Aber der Aufwand kann sich sehr wohl auszahlen. Ich habe es mir angewöhnt, selbst völlig banale Dinge lexikalisch oder auf andere Weise zu recherchieren und in meiner Datenbank festzuhalten. Beispiele: Stacheldraht. Auf den ersten Blick kein Thema. Aber wenn Sie herausgefunden haben, wann und von wem der Stacheldraht erfunden wurde, ergibt das ein schönes (weil ungewöhnliches) Thema. Eine gute Grundlage für eine solche Datenbank gibt es in der Schweiz unter www.chronik.ch. Auch die Deutsche Welle bietet auf ihren Internetseiten ähnliche Recherchemöglichkeiten.